Rom - das ist für uns die Weltmacht, die ein Reich beherrschte, das sich von den Steppen Asiens bis Gibraltar, von der Irischen See bis ans Rote Meer erstreckte. Rom vollendete die Einheit des Mittelmeerraumes und ließ das nordalpine Westeuropa Anschluss an die mediterrane Zivilisation finden. Doch wie konnte es so weit kommen? Was ermöglichte den beispiellosen Aufstieg Roms von einer kleinen Stadt in Mittelitalien zum Mittelpunkt einer Weltmacht? Und welche Hindernisse stellten sich den Römern auf diesem Weg entgegen? Das Buch spürt den Anfängen der Stadt Rom im von Kriegen und Krisen erschütterten Italien der Eisenzeit nach und es erzählt die aufregende Geschichte einer Gesellschaft, die von den Ständekämpfen bis zu ihrem Zerfall in den Wirren der Bürgerkriege permanent im Umbruch war.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2013
In Uwe Walters Augen gelingt es dem Autor, seines Zeichens Althistoriker, der mit diesem Band seine zweiteilige "Römische Geschichte" abschließt, sowohl eurozentristische Verengungen, als auch eine prozessfixierte Historie zu überwinden. Glänzend findet Walter, wie Michael Sommer mit modernen Instrumenten strukturanalytisch zu Werke geht und seinen Weg findet zwischen der bloßen Aneinanderreihung von Einzelszenen und der Versuchung, vorschnell Lücken in Erklärungsketten zu schließen. Die Befreiung der Akteure zur unbestimmten historischen Konstellation, wie sie Sommer zulässt, scheint dem Rezensenten angebracht. Ebenso die Sicht auf die Geschichte Roms als "Dauerbaustelle" der Erinnerung, nicht als Mythos. Wenn Sommer dabei neuere Forschung gekonnt verarbeitet und alten Überlieferungen gegenüber die differenzierte Analyse samt Berücksichtigung regionaler Differenzen und demografischer Daten vorzieht, sieht der Rezensent den Historiker auf dem richtigen Weg.
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