Mit 300 farbigen Abbildungen. Schlafzimmer, Orte des Rückzugs, der Geborgenheit und Intimität, zählen zu den privatesten Räumen eines Menschen. Herlinde Koelbl hat über hundert dieser intimen Reiche samt ihrer Bewohner in London, Berlin, Moskau, Rom, New York und Paris abgelichtet. Ihr Fotoessay ist eine Milieu- und Menschenstudie, die Erkenntnisse über die unterschiedliche Schlafkultur zutage fördert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2003
Richtig gelungen findet die Rezensentin Franziska Speer diesen Fotoband, bei dem sich großstädtische Menschen in ihren Schlafräumen ablichten lassen. Die jeweiligen Inszenierunegn sehen dann ganz so aus, wie es sich die Porträtierten wünschen: "Die Kamera fängt nur ein, was gezeigt werden soll". Für die Betrachtung der Bilder spielt die Selbstdarstellung der Menschen nach Meinung der Rezensentin aber gar keine allzu große Rolle: "Kann sein, dass der Voyeur dabei mehr über sich selbst erfährt als über sein Objekt". Unterhaltsam findet die Rezensentin neben den Fotos, die sie zum Teil mit großer Detailfreude beschreibt auch die Legenden der Fotos. Die geben manchmal Überraschendes preis, oft bestätigen sie aber auch Erwartungen. So bemerkt Speer: "Auch wundern wir uns kaum, dass es der Manager Olaf Henkel immer kühl, am liebsten ungeheizt in seinem kargen Schlafzimmer hat".
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