Temeos großer Bruder, Mr. Serengeti, ist ein berühmter Reiseführer durch den Wildpark. Nun ist er mit seinen Terminen durcheinander geraten und bittet Temeo, ihm eine Gruppe Touristen vom Halse zu schaffen. Weil Temeo sich kaum je vor etwas bange macht, übernimmt er den nicht ganz einfachen Job und damit beginnen für ihn, seinen Freund Jackson und die weißen Touristen abenteuerliche Tage auf Ukerewe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.11.2003
Hermann Schulz' Hauptfigur Temeo, so der Rezensent Jürgen Stahlberg, kennt man schon aus "Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt". Seine Mutter ist Afrikanerin, sein Vater Deutscher, und so bekomme er eines Tages einen Auftrag als Fremdenführer, bei dem er deutschen Touristen eine mysteriöse Insel auf dem Victoriasee zeigen soll. Weil er die Erwartungen der Touristen kennt, die in Afrika den dunklen Kontinent sehen, gestaltet er die Besichtigung als Spektakel mit viel Brimborium, erzählt der Rezensent. Dass es da einen größeren Zauberer geben muss als Temeo, wird klar als die Sache "aus den Fugen" gerät und alle Beteiligten sich mitten in einer "alten Geschichte" wiederfinden, aus der Zeit als die Deutschen dort Kolonialherren waren. Der Autor, den der Rezensent für "eine der großen Hoffnungen deutschsprachiger Jugendliteratur" hält, zeigt dem Leser nicht so sehr sein geliebtes Afrika, sondern vielmehr unsere Vorstellungen von "Spiritualität", die Afrika hervorruft, lobt Stahlberg. Dieser Bruch mache das Buch wirklich lesenswert, da es Afrika nicht als "dunklen Kontinenten" abstemple, sondern es als "einen Teil von uns" begreife.
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