Das Hütten- und Wegenetz in den Alpen entstand innerhalb weniger Jahrzehnte. Es war Voraussetzung und Anreiz zugleich für die starke Zunahme des Bergtourismus, der sich mit der Gründung der alpinen Vereine eine organisatorische Basis schuf. In den Ostalpen trugen der Deutsche und Österreichische Alpenverein den Hauptanteil dieser Entwicklung.
Das Buch nimmt die Wege und Hütten als Zeugnisse der Natur- und Alpenbegeisterung in den Blick. Sie geben Auskunft darüber, welche Ziele die Mitglieder mit dem Besuch der Alpen verbanden, wie sie sich in den Bergen bewegten und welchen Grundhaltungen sie sich verpflichtet fühlten. Gleichzeitig erzählen sie davon, wie die Vereine sich mit der einheimischen Bevölkerung, den rasant steigenden Gästezahlen und dem wirtschaftlichen Druck auseinandersetzen mussten. Heute stehen Anforderungen von Umwelt- und Denkmalschutz sowie Auseinandersetzungen um eine zeitgemäße Architektursprache im Fokus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2016
Hannnes Hintermeier empfiehlt die beiden vom Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenverein herausgegebenen Bände allen Leserinnen, sich für die Infrastruktur der Ostalpen und die damit verbundenen denkmalschützerischen Fragen interessieren, für Schutzhütten und Wege, ihre Architektur und ihre Entwicklung. Das Begleitbuch zu einer Ausstellung in Innsbruck, München und Bozen bietet dem Rezensenten anhand einer kulturhistorischen Einführung, zahlreicher Fotos und Karten und mit der Katalogisierung sämtlicher Hütten und Herbergen ein wissenschaftliches fundiertes Kompendium zur Erschließung der Alpen.
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