Eine Enzyklopädie des Grauens - Foltermethoden und Foltergeräte aus Geschichte und Gegenwart. In Westeuropa ist sie heute glücklicherweise verschwunden: Die Folter. Nur noch als Schicksal von Flüchtlingen aus anderen Weltgegenden taucht sie in unserem Alltag auf. Es ist allerdings gar nicht lange her, da wurden grausame Methoden zum Erzwingen von Geständnissen oder zum Quälen von Gegnern auch in unseren Breiten regelmäßig angewandt. Horst Herrmann hat ein vollständiges Lexikon der historischen und aktuellen Foltermethoden erstellt. Er erläutert die Vorgehensweise der Folterknechte und Henker ohne jede Sensationshascherei, in nüchternem und knappem Ton, und zitiert historische Quellen und Beispiele.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.10.2004
Kein einziges gutes Haar lässt Rezensent Bruno Preißendörfer an Horst Herrmanns "Enzyklopädie des Grauens". Zum einen verzichte der Autor auf begriffliche Genauigkeit zugunsten eines zweifelhaften "Empörungsspaßes an der Grausamkeit", denn als Folter gelte hier letztlich alles, was weh tut (einschließlich Klitorisbeschneidung und die "Selbstgeißelung christlicher Heiliger"), was dem Rezensenten "wenig hilfreich" vorkommt. Zum anderen, so der verärgerte Rezensent, werden wichtige Begriffe entweder schnell und oberflächlich abgehandelt (wie etwa die Prügel) oder sogar ganz ausgeklammert (wie "Ersatzfolter" und "Lügenstrafe"). Als Krönung empfindet der Rezensent jedoch, dass sich "einer der ausführlichsten und interessantesten Einträge", der sich mit "Folterschulen" beschäftigt, als "teils wörtliches teils paraphrasiertes" Plagiat eines 1999 im "amnesty international-Journal" erschienenen Artikels erweist - ohne Erwähnung desselben im Literaturverzeichnis, versteht sich. Insgesamt, so das vernichtende Fazit des Rezensenten, trägt dieses "schlechte" Buch nichts zum Verständnis der Folter bei.
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