Über kaum ein reformpädagogisches Konzept wurde so viel geschrieben wie über das von Maria Montessori. Dennoch sucht man meist vergeblich nach einem Beitrag, der aus Sicht der Montessori-Pädagogik zu aktuellen pädagogischen Herausforderungen wie Werteerziehung, humaner Leistungskontrolle oder Friedenspädagogik Stellung bezieht. Mit dem vorliegenden Sonderband zum 50. Todestag der großen Pädagogin werden endlich die wesentlichen Aussagen Maria Montessoris nicht nur zu diesen Fragen vorgestellt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Mehrere Bücher sind zum 50. Todestag der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori erschienen. Für Sabine Sütterlin zeigen Horst-Klaus Bergs "Mit Kindern das Leben suchen" und Montessoris "10 Grundsätze des Erziehens" nicht nur, wie aktuell Montessoris Leitgedanke "Hilf mir, es selbst zu tun" heute noch immer ist. Auch wenn das Thema es ein wenig befürchten lasse, sei Horst-Klaus Bergs "liebevoll-kritische" Abhandlung über die Montessori-Erziehung überhaupt kein Buch für Spezialisten. Im Gegenteil, fordere Berg doch gerade die Montessori-Pädagogen auf, aus ihrem Schneckenhaus herauszutreten und mit den aktuellen pädagogischen und didaktischen Strömungen in den Dialog zu treten. Warum, fragt Sütterlin, sollte schließlich nur die eingefleischte Montessori-Gemeinde von den überzeugenden Grundgedanken dieser Pädagogik profitieren?
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