Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2011
Joseph Croitoru findet es sehr begrüßenswert, dass sich der erste Band der "Kleinen rumänischen Bibliothek" der Achilla Presse dem hierzulande kaum bekannten Ioan Grosan widmet. Schon die Debüterzählung "Die Kinokarawane" von 1985, die einen Propagandavorstoß in ein fast verlassenes rumänisches Dorf beschreibt, zeichnet sich durch Grosans komplexe Charakterzeichnungen und seinen Humor aus, wie der Rezensent lobt. Auch wenn die Erzählung ganz offensichtlich parodistisch sein soll, fasziniert Croitoru besonders die realistische Zeichnung des sozialistischen Alltags. Die zweite Erzählung des Bandes, "Der Nachtzug", überzeugt ihn ebenfalls durch ihren "skurrilen" Humor vermischt mit realitätsnahen Schilderungen. Und in der letzten Erzählung "Heranwachsen" entdeckt der Rezensent zudem Grosans "lyrisches Gespür", das er nur hin und wieder etwas zu sehr kultiviert sieht.
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