Die Großmutter stirbt, ihr Haus, ein Jugendstilbau, muss geräumt werden. Um die Reste ihres Lebens zu bewahren, fotografiert die Enkelin jeden Winkel des Hauses und schreibt Erinnerungen auf, die sie mit dem Garten, den Räumen, den Gegenständen, der Atmosphäre und vor allen Dingen den Gewohnheiten und der Anwesenheit ihrer Großmutter verbindet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2011
Beate Tröger hat sich gern auf dieses Buch eingelassen, in dem die Schweizer Journalistin Irene Speiser den Tod ihrer Großmutter betrauert - und damit auch eine eigentlich längst untergegangene Welt. Speiser wandert durch die großbürgerliche Jugendstilvilla ihrer Großmutter, erzählt von ihren Ehemännern und spürt deren Physikerkollegen nach, die im Haus ein- und ausgingen. Ein sehr vornehmes Verhältnis von Distanz und Nähe macht Tröger hier aus und versichert, dass Speisers Blick nie weinerlich werde, aber melancholisch durchaus.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…