Aus dem Englischen von Hans-Ullrich Möhring. J.R.R.Tolkien dichtete selbst den ehernen Stoff der Edda und des Wölsungenlieds für unsere Zeit neu. Lesen Sie, wie Sigurd den fürchterlichen Drachen Fafnir tötet. Wie er die schlafende Brynhild erweckt aus einem Feuerwall. Und wie am Hof der Nibelungen große Liebe entbrannte und auch großer Hass. Der reich kommentierte Band gibt Tolkiens Originalverse neben der deutschen Übersetzung wieder.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2010
Einen Schatz aus dem Nachlass J.R.R. Tolkiens hält Tilman Spreckelsen in den Händen. Die Verse aus der Legende von Sigurd und Gudrun in der Nachdichtung von Tolkien lässt er sich auf der Zunge zergehen. Nicht nur den gewissenhaften Altphilologen Tolkien spürt er in jedem Zeilenfall, auch dessen Fähigkeit zur behutsamen Modernisierung des Stoffes um Mord, Verrat und Drachenjagd. Verständnis und Ohr, Tolkien hat beides, versichert uns Spreckelsen. Und noch einen weiteren Glücksfall hat er zu vermelden: Die Übersetzung der Stabreime durch Hans-Ulrich Möhring besticht durch Vorlagentreue und Selbstbewusstsein zu Klarheit und auch mal Flapsigkeit. Tolkien hätte es gefallen, vermutet der Rezensent.
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