Außergewöhnliche Menschen in einer außergewöhnlichen Landschaft : Jochen Missfeldts Erzählung ist eine unerschütterliche Liebeserklärung an Sylt und darf deshalb auch die dunklen Seiten der Inselgeschichte erwähnen. Im Gegensatz dazu sieht der Maler Friedel Anderson die Landschaft in vollkommener Unschuld, er kann sich ausschließlich dem ewigen Reiz von Licht und Farbe hingeben.
Jochen Missfeldt hat anscheinend ein sehr schönes Buch über die Insel Sylt geschrieben, jedenfalls wirkt Rezensent Jochen Jung reichlich angetan, auch wenn ein wenig im Dunkeln bleibt, worum es in "Wiedergänger" eigentlich geht. Um Wiedergänger wohl: zum Beispiel Ekke Nekkepen, den Missfeldt, der hier selbst erzählt, in seinem zweiundachtzigjährigen Freund Gregor wiedererkennt, und Ludwig Borstelmann, ein heimgekehrter Buchenwald-Häftling, so der Rezensent. Von ihnen wird erzählt, und durch sie hindurch die Geschichte der Insel, verrät Jung. Auf jeden Fall ist das alles aber in einem Ton gehalten, der dem stürmischen Norden kaum angemessener sein könnte und die Illustrationen von Friedel Anderson sind bezaubernd, findet der Rezensent.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…