Aus dem Schwedischen von Maike Dörries. Jonnas beste Freundin Gloria ist am Boden zerstört: Nach einer Party kursiert ein Sex-Video von ihr im Internet und sie hat mit fiesen Cybermobbingattacken zu kämpfen. Aber was genau ist eigentlich passiert? Jonna will ihrer Freundin helfen, doch Gloria schweigt berharrlich. Jonna glaubt, dass Robin hinter dem 'Hass die Hure'-Chat steckt, in dem es krasse Kommentare über Gloria hagelt. Jonna beschließt, es ihm heimzuzahlen. Mit ihrem neuen Chat über Robin löst sie eine ungeahnte Hasslawine aus.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2016
Nein, Johanna Nilsson neues Jugendbuch "Hass gefällt mir" ist keines der gängigen, zahlreich erscheinenden Mobbing-Bücher, versichert Roswitha Budeus-Budde. Denn die Autorin verzichtet nicht nur auf Pädagogik und Mitleidseffekt, sondern schreibt in einer sehr scharfen, lakonischen und pointierten Sprache die Geschichte von zwei Freundinnen, die mit psychischen Problemen, Shitstorm, Gewalt oder sexuellen Demütigungen kämpfen, berichtet die Rezensentin. Aber das Buch, das überraschende Wendungen verspricht, zur Diskussion einlädt und wie ein Theaterstück mit drei Akten, Monologen, Dialogen und in Chatsprache aufgebaut ist, überzeugt auch als fesselnde Analyse der schwedischen Gesellschaft, urteilt die Kritikerin, die auch mit Maike Dörries' Übersetzung sehr zufrieden ist.
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