In ihrem zweiten Fall gerät Obalski in eine moderne Hexenjagd: Eine Politikerin des Bayerischen Landtags wird massiv bedroht. Sie erhält E-Mails mit Vergewaltigungs- und Mordfantasien, wird in den sozialen Medien beschimpft und beleidigt. Als eine Bombendrohung im Landtag eingeht, wird die Frau unter Personenschutz gestellt. Und Obalski von der Sondereinheit Doppel-X schleust sich undercover als Social-Media-Beraterin ins Team der Politikerin ein. Sie soll ermitteln, wer hinter den Angriffen steckt. Schon bald werden die Hetzkampagnen persönlicher und zugleich gefährlicher. Kennen die Täter ihr Opfer auch privat? Oder leakt jemand aus dem Umfeld der Politikerin Interna?Als eine Richterin tot aufgefunden wird und weitere Frauen ins Fadenkreuz des Hetzmobs geraten, stehen Obalski und ihr Team unter Druck. Was verbindet die Frauen, außer dass sie erfolgreich sind? Und wie können die Ermittler die Täter stoppen?"
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.06.2026
Rezensentin Sylvia Staude scheint Susanne Kaisers neuen Krimi über digitale Gewalt im weiblichen und politischen Kontext gut zu finden: Nicht nur zeigt die Autorin allerhand Wissen über Social-Media und die Gefahren von Deepfakes und so weiter, sie weiß diese Zutaten auch gekonnt in eine Geschichte um Cybermobbing und eine Ermittlerin einzusetzen, die ziemlich eigenwillig ist, so Staude. Wer also steckt hinter den Attacken - misogyne Alphamännchen, eine konkurrierende Praktikantin? Dass Kaiser schließlich einen Trupp feministischer Hackerinnen zur Unterstützung in die Story schleust, hält Staude für einen starken Einfall.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2026
Rezensentin Katrin Doerksen hält für sehr stark, wie Susanne Kaiser die Zutaten eines Krimis mit einem brandaktuellen Thema zu spannender Lektüre mit gesellschaftspolitischer Dringlichkeit mixt. Es geht um eine einsame Wölfin als Ermittlerin auf den Spuren von Cybermobbing und Deepfake. Doerksen erkennt, wie gut sich die Autorin mit dem Thema auskennt, wenn sie ihre Ermittlerin den Bogen von der Hexenverfolgung bis zu heutigen Auswüchsen der "Mannosphäre" schlagen lässt. Darüber hinaus gefallen Doerksen die gerade Sprache und eine enganliegende Erzählstruktur.
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