Seit 15 Jahren die erste moderne Biografie über Otto den Großen, dessen Bereitschaft, unkonventionelle Wege zu gehen, ihn letztlich erfolgreicher machte als seinen Vater Heinrich I. Der Autor folgt dem Lebensweg des Herrschers. Im Zentrum steht dabei der Handlungsspielraum des Einzelnen inmitten einer Welt voller magischer Frömmigkeit und ständiger Bedrohungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.08.2001
Zunächst erinnert Rezensent Hanno Helbling an die methodischen wie stilistischen Anforderungen, die seit langem schon an die Biografie eines mittelalterlichen Herrschers gestellt würden. Der Leser erwarte in der Geschichte der Lebensleistung einer Persönlichkeit und ihrer Bedeutung im historischen Kontext eine nachvollziehbare Quellenkritik, darüber hinaus aber auch eine (ihre Quellengrundlage ausweisende) Erzählung. Da Johannes Laudage mit seiner Biografie Ottos des Großen diesem "doppelten Anspruch" in hervorragender Weise nachgekommen sei, kann man, so der Rezensent, dieses Herrscherporträt mit "doppelter Spannung" lesen. Das Leben Ottos biete ebenso einen fesselnden Anblick wie der mit vielen Widersprüchen in den Zeugnissen kämpfende Entstehungsprozess seines Lebens-Bildes.
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