Aus dem Englischen von J. Hagestedt und K. Schuler. Die Kultur des Westens ist ohne die Bibel gar nicht denkbar. Für Judentum und Christentum ist sie das Fundament der Religion und die Autorität, die darüber Auskunft gibt, was wir glauben und wie wir leben sollen. Für Nicht-Gläubige ist das "Buch der Bücher" bis heute eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur, dessen Wirkung und Einfluss sich in unsere Sprache und in unserem Denken eingeschrieben hat. In seinem ebenso elegant wie zugänglich geschriebenen Buch erzählt einer der weltweit besten Kenner umfassend die verwickelte Entstehung und wandlungsreiche Geschichte des Alten und Neuen Testaments. John Barton entschlüsselt die ganze Vielfalt der Quellen und Traditionen, die den biblischen Texten zugrunde liegen, und erläutert luzide und allgemeinverständlich die mehr als 2000 Jahre währende Wirkung der Bibel: von ihren Ursprüngen über Antike, Mittelalter, Reformation, Aufklärung und das 19. Jahrhundert bis in die Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2020
Rezensent Johann Hinrich Claussen ahnt das Problem von John Bartons Vorhaben, die Geschichte der Bibel in einem einzigen Band zu erzählen. Die notwendigen Beschränkungen tun dem Vorhaben nicht gut, erkennt er. So vermisst der Rezensent etwa Ausführungen über das Bibelverständnis der alten Kirchen des Nahen Ostens oder die biblisch inspirierten Künste. Vor allem aber vermisst er einen eigenen Zugriff, eine eigene Fragestellung des Autors. So sympathisch der Band Claussen auch ist, so tauglich als Kurzabriss der Religionsgeschichte, des Juden- und des Christentums und der Bibelexegese, so sehr fehlt dem Rezensenten eine eigene Geschichte. Dass Barton zwar informativ, aber auch verdammt umständlich schreibt, möchte Claussen all jenen zu bedenken geben, die gern von der stilistisch so meisterhaften angelsächsischen Non-Fiction schwärmen.
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