Bautz Beranek ist elf und seine Sommerferien im Grenzstädtchen Rotzkalitz gleichen einer Schnitzeljagd mit Hindernissen. Was hat es zum Beispiel mit dem verrückten Komponisten, dem unterirdischen Gang und den nächtlichen Lichtzeichen auf sich? Für Bautz und seinen Freund Onk genau die richtige Herausforderung ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.07.2001
Es ist Ferienzeit, auch Jugendliche brauchen Lektüre, weshalb Christina Thurner ihnen zwei Romane empfiehlt. 1) Sylvia Vanden Heede: "Der Sommer mit Mattis" Mädchen verbringt zwangsweise Ferien auf dem Lande statt am Meer - für Christina Thurner zwar ein klassischer Beginn für ein typisches Sommerferienbuch, das dann aber gar nicht den Erwartungen entspricht und durch eine intelligent konstruierte Handlung und psychologisch sensible Erzählhaltung überzeugt. Denn Sandrien, teilt Thurner mit, hat eine traurige Familiengeschichte, mit der sie jedoch leben lernt. Wie in einem Kriminalroman deute die flämische Autorin vieles von den tragischen Umständen nur an, selbst am Ende sei man sich nicht sicher, ob das alles so stimmt, faßt die Rezensentin ihre Eindrücke zusammen, aber darauf käme es eben auch gar nicht an, da es genau das für die Protagonistin zu akzeptieren gelte. 2) Josef Holub: "Die Schmuggler von Rotzkalitz" Junge verbringt Ferien beim Onkel auf dem Lande und hilft ihm Schmuggler fangen - dies ist wiederum ein klassisches Ferienbuch, das auch erwartungsgemäß weitergeht, meint Thurner. Nun spricht das ihrer Meinung nach keineswegs gegen den Roman, der genüßlich mit dem Genre spiele. Eine Kinderdetektivgeschichte voller Geheimnisse und ihrer Aufdeckung, wie sich das gehört. Begeistert ist Thurner vor allem von dem Sprachwitz des Autors, der äußerst schlagfertig und scharfzüngig insbesondere die Erwachsenenwelt aufspieße und diese gelegentlich wie Gestalten aus einem Tati- oder Funès-Film aussehen lasse. Fast wehmütig hat Thurner das Buch am Ende zur Seite gelegt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 22.03.2001
Siggi Seuss bewundert die Gabe des Autors, landschaftliche Stimmungen zu zeichnen und schwärmt von einer Sonnenaufgangsszene des Buches. Aber Seuss hält dieses fünfte Buch von Holub im ganzen für weniger gelungen, weil das Abenteuer lediglich schlicht wirkt und die Personen die frühere Tiefe der Figuren Holubs vermissen lassen.
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