Aus dem Amerikanischen von Eike Schönfeld. Joe Gould, Original und Lebenskünstler, einer der letzten wahren Bohemiens, war fast 30 Jahre lang ein Teil von Greenwich Village. Ihm setzt der amerikanische Journalist Joseph Mitchell mit seinem Buch ein Denkmal.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Wieder so ein Fall, bei dem sich erweise, wie schwierig es ist, über ein langweiliges Buch nicht langweilig zu schreiben. "Fad", nennt der Rezensent Günter Ohnemus schlicht das von Joseph Mitchell stammende Buch über Joe Gould, eine Zusammenstellung zweier längerer Artikel, die der Autor 1942 und 1964 im "New Yorker" veröffentlicht hat. Gould war der Verfasser einer angeblich tausende von Seiten langen "Erzählten Geschichte unserer Zeit", die nie jemand zu Gesicht bekam und die es, wie man nach seinem Tod 1957 feststellte, auch bis auf wenige Kapitel gar nicht gab. Und was es gab, war langweilig, monoman, schlicht unlesbar. Mit einem eleganten Schlenker über einen ebenso unbekannten Autor namens Henry Darger kommt der Rezensent endlich auf einen Autor zu sprechen, der nicht mit der eigenen Einsamkeit, sondern mit der seiner Helden beschäftigt war: Statt Mitchell oder Gould, so lautet Ohnemus` Empfehlung, lese man lieber Raymond Carver.
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