Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz. Juan Marsés neuester, intimster Roman ist ein Selbstportrait des Künstlers als junger Mann und es geht um (erste) Liebe(n), Indianer an den Stränden Arizonas, einen Rattenfänger und eine gestiefelte Katze.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2012
Geschwätzigkeit lautet der Vorwurf, den Astrid Kaminski diesem Roman des Spaniers Juan Marse macht. So rasant ihr die Dynamik des zur Nachkriegszeit an den Rändern Barcelonas spielenden Textes auch vorkommt. Allzu deutlich scheint ihr die "pralle" Coming-of-Age-Story hier den Wunsch des Autors nach historischer Grundierung zu durchkreuzen. Laut Kaminski hängt das mit dem fehlenden Selbstverständnis der Figuren zusammen, mit der zu geringen Kontextualisierung und einer zu starken genrebildlichen Handlung. Dass Kaminski die vielen in der Übersetzung verunglückten Sprachbilder zwar kritisiert, das Buch dennoch bis zu Ende liest, erscheint vor diesem Hintergrund erstaunlich.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…