Eine klassische Sammlung: Orte und Landschaften, beschrieben von deutschen Autoren als ihre Orte der Erinnerung
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2004
Im Herbst 1965 erschien im Wagenbach Verlag als erstes gebundenes Buch der "Atlas". Deutsche Autoren aus Ost wie aus West sollten darin ihren Ort bestimmen. Schriftsteller "von Böll bis Rühmkorf, von Biermann bis Kunert" wurden als Beiträger gewonnen. Zum vierzigsten Jubiläum des Verlages erscheint nun der Reprint des Klassikers. "Der vielleicht wichtigste, folgenreichste Text darin", schreibt Harald Hartung, sei "Meine Ortschaft" von Peter Weiss gewesen - "eine Beschreibung des Lagers Auschwitz". Dass ausgerechnet dieser Beitrag Paul Celan dazu bewogen habe, seine Mitarbeit an dem Buch zurückzuziehen, wie Klaus Wagenbach in seinem Nachwort schreibt, findet der Rezensent "merkwürdig genug": "Man wüsste gern die Gründe." In jedem Fall aber hält Hartung die Anthologie für "immer noch lesens- und bedenkenswert".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…