Lieder können Sehnsucht, Wehmut und nostalgische Reminiszenzen an Vergangenes für Altersjahrgänge bedeuten, die - in die Jahre gekommen - sich gerne erinnern. Lieder im Generationengedächtnis des 20. Jahrhunderts sind - distanzierter betrachtet - oft Ausdruck von Protestformen; sie konnten ein Bestandteil von Überlebensstrategien in Situationen existenzieller Bedrohung sein. Die mit ihnen verbundenen Erfahrungen mögen noch heute nachvollziehbar sein, sie können befremdlich sein, in Funktion und Wirkung dem zeitgenössischen Bewusstsein im beginnenden 21. Jahrhundert fern gerückt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2007
Ebenso "unterhaltsam" wie "lehrreich" scheint Rezensent Michael Jeismann dieser Sammelband über generationenspezifische Hits und Lieblingslieder, den Barbara Stambolis und Jürgen Reulecke herausgegeben haben. Die Beiträge des Bands widmen sich zu seiner Freude einer Reihe von Songs von "Wildgänse rauschen durch die Nacht" über "Rock around the clock" bis zu "Wind of change", die ins kollektive Gedächtnis eingegangen sind und einen Generationenzusammenhang gestiftet haben. Neben dem Beitrag über die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von "Wir lagen vor Madagaskar" hebt er besonders den umfangreichen Aufsatz über "Lili Marleen" hervor.
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