Aus dem Amerikanischen von Peter Torberg. Drei Brüder schlagen sich durch ihre Kindheit: Sie bewerfen sich gegenseitig mit Tomaten, bauen aus Müllsäcken Drachen, verstecken sich, wenn sich die Eltern anschreien, dreschen auf Paps und Ma ein, wenn diese lachen. Die Eltern, nur wenig älter als ihre Kinder, stammen aus Brooklyn - er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße -, und ihre Liebe ist eine ernsthafte, gefährliche Sache, die die Familie zusammenschweißt, sie aber auch immer wieder zerreißt. Laut ist es in diesem Haushalt und leidenschaftlich, die Jungs sind immer hungrig und wollen mehr: mehr Fleisch, mehr Krach, mehr Wärme, mehr Leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2014
Wiebke Porombka ist schon gespannt auf mehr von diesem jungen Autor. Lust macht der Rezensentin Justin Torres Roman über drei Brüder aus Brooklyn wegen seiner rauen Unmittelbarkeit, die nicht zuletzt das beschriebene Leben mit einer depressiven Mutter recht gut widerspiegelt, wie sie findet. Dass der Autor Kaputtheit erzählen kann, ohne zu moralisieren, knapp und präzise, in scharf konturierten Szenen, sinnlich zugleich und so die Brutalität der geschilderten Kindheit vermittelnd, hat Porombka nachhaltig beeindruckt.
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