Mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen. Luxus ist ein lateinisches Wort - und das kommt nicht von ungefähr. Die römische Gesellschaft der Kaiserzeit mit ihrer scharfen Zweiteilung in Arm und Reich war durch eine ausgesprochen luxuriöse Lebensführung der Oberschicht geprägt. Prachtentfaltung und demonstrativer Konsum waren konstitutiv für das Selbstverständnis der Reichen und Mächtigen; Statussymbole dienten vor allem auch dazu, sich innerhalb der Oberschicht gesellschaftlich abzugrenzen. Karl-Wilhelm Weeber entfaltet ein erstaunliches Spektrum des luxuriösen Lebens im alten Rom: von den sprichwörtlichen lucullischen Genüssen auf Tisch und Tafel bis zu Bestattungspracht und Gräberluxus. Und selbst das stille Örtchen macht in Form der Prachtlatrine von sich reden. Weebers Hauptaugenmerk liegt auf der Darstellung des privaten Luxus in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen, sodass ein breites kulturgeschichtliches Panorama entsteht. Aufgrund der Quellenlage und der besonderen Stellung Roms als Hauptstadt des Imperiums stehen die stadtrömischen Verhältnisse im Vordergrund; vieles lässt sich indes auf Italien und die Provinzen übertragen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2003
Erfreut zeigt sich der "rox." zeichnende Rezensent von diesem "luxuriös gestalteten Band" über den "Luxus im alten Rom". Der Philologe und Historiker Karl-Wilhelm Weeber lege darin dar, dass es in der Weltgeschichte kaum je eine Gesellschaft gegeben habe, die sich so sehr über luxuriöse Statussymbole definierte wie die römische. Der demonstrative Konsum sei spätestens seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. die Lieblingsbeschäftigung der römischen Oberschicht gewesen, berichtet der Rezensent. Der Band biete Einblicke in die römische Tafelkultur, den Wettstreit um die schönsten Perlen und die bedeutendste Sammlung griechischer Kunst sowie um die aufwändigsten Grabbeigaben.
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