Katja Doubeks Fundstücke lassen uns zuweilen das Blut in den Adern gerinnen. Wie im Falle des Polen Krystof Anzinsky, der sich bei einer Mutprobe mit der Kettensäge die Kehle durchschnitt und dafür post mortem mit dem Darwin-Award für einen besonders originellen Tod ausgezeichnet wurde. Dieser Preis ging auch an den Elefantenwärter Friedrich Riesfeld aus Paderborn, dessen Schützling unter Verstopfung litt. Als es bei "Stefan" endlich flutschte, streckte das Exkrement den Wärter nieder, und er erstickte unter der Last. Neben Schauerlichem und Makabrem aus vergangenen Zeiten berichtet Katja Doubek aber auch von modernen Katastrophen wie dem Flugschauunglück von Ramstein und anderen furchtbaren Folgen menschlichen Versagens in unserer hochtechnisierten Welt.
In einer kurzen Rezension empfiehlt Pascal Morché diesen Band zwar "allen echten Nekro-Fans". Doch wirklich ernst nehmen kann er dieses "seltsame" Buch nicht, was offenbar unter anderem daran liegt, dass sich die Autorin nicht zuletzt auf die Bild-Zeitung bei der Informationsbeschaffung gestützt hat. Eine Ergänzung zu Philippe Aries` `Geschichte des Todes` (dtv) kann dieses Lexikon nicht darstellen, wie Morché bedauert. Darüber hinaus bemängelt er "einige Schludrigkeiten" im Personen- und Sachregister.
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