Fragen sich Max Greger, Paul Kuhn und James Last beim Bier: "Warum Jazz?" Ja, warum bloß? "Darum!" sagt Kevin Whitehead, us-amerikanischer öffentlich-werbefreier Jazz-DJ und Kritiker, und listet in diesem Buch 111 gute Gründe dafür auf. Die Stichworte reichen dabei von den Blue Notes im Quintenzirkel über die Changes und die Bridge zur Zwei-Fünf-Eins-Wendung und in die Alterierten Akkorde, und vom Tiger Rag oder Take The A-Train über Donna Lee und Giant Steps bis zu A Love Supreme und Zorns Spillane sogar Nirvanas Smells Like Teen Spirit riecht heutzutage nach Jazz.
Alles, was Franziska Buhre an Jazzliebhaber nicht leiden kann, findet sie in diesem Band des amerikanischen Autors Kevin Whitehead versammelt: Wichtigtuerische Kennerschaft, das Herunterbeten von bahnbrechenden Aufnahmen und das Schwelgen in den guten alten Zeiten. Das kennt sie von Kritikern und "Sammler-Daddys" zur Genüge. Besonders schmerzt sie aber die Sprachlosigkeit des Autors, wenn es um die Beschreibung der Musik geht, die auch durch Überfrachtung mit Klischees kaum übertüncht werden könne, wie die genervte Rezensentin deutlich macht.
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