Mit Vignetten von Volker Fredrich. Johannes traut seinen Augen kaum, als er im Hinterhof plötzlich zwei Kinder entdeckt, die so klein sind, dass sie ihm nur bis zu den Knien reichen. Nis und Moa sind Medlevinger Kinder aus jenem Volk, das vor 500 Jahren in ein Land unter der Erde gezogen ist und den Kontakt zu den Menschen abgebrochen hat. Nachdem die beiden ihre Angst überwunden haben, erzählen sie ihm eine unglaubliche Geschichte ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.03.2004
Auf den Fantasy-Roman Kirsten Boies, der "unversehens auch zu einem handfesten Krimi" avanciert, macht Simone Giesen neugierig. Die Geschichte der Medlevinger ist die eines Zwergenvolks, das sich aus Gründen menschlicher Rücksichtslosigkeit in ein unterirdisches Land zurückgezogen hat, erzählt sie. Durch rätselhafte Umstände kommt es nach langer Zeit wieder zu einer Konfrontation der Menschen mit den Medlevingern, die unsere Rezensentin ein wenig an Tolkiens Hobbits erinnern. Diese Begegnung nun geht "mit höchst amüsanten Missverständnissen" einher, verrät Giesen über Boies Roman, in dem " gekonnt Spannung, Komik, fantastische Kuriosa und die authentischen Befindlichkeiten heutiger Kinder" verquickt würden. Ohne den abenteuerlichen Plot zu überfrachten, verhandele der Autor auch aktuelle Sujets, wie das "Mobbing unter Schülern", die "alleinerziehende forsche Mutter" und die "freche, kluge Göre". Schließlich deutet unsere Rezensentin noch an, dass am Ende "dieser famosen Geschichte" eine Entscheidung zwischen Idylle und Luxus ansteht.
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