Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.05.2000
Valeska von Rosen weist in ihrer sehr positiven Kritik zunächst darauf hin, dass Alberti, der Baumeister und Theoretiker, dem Historiker Jacob Burckhardt als Ideal des universalen Renaissance-Menschen gegolten habe. Wie nähert man sich diesem Phänomen in einer Epoche, in der man sich an sich vom Begriff des starken Subjekts verabschiedet hat, fragt die Rezensentin und findet in den Beiträgen des Bandes viele Anregungen - das Anküpfen an die antike Rhetorik bei Allberti scheint ihr dabei die wichtigste Erkenntnis aus diesem Band. Die Rhetorik als eine Kunst, die "die Beachtung der Beziehungen der Gegenstände untereinander ermöglichte", habe es Alberti ermöglicht, sich aus den mittelaterlichen Spezialisierungen zu lösen. Diesen Gedanken exemplifiziert die Rezensentin an verschiedenen Beiträgen zu Albertis Malereitraktat, zu seinem Verhältnis zu Frauen und zu seiner Ästhetik im allgemeinen.
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