Mit 80 Abbildungen. Im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegeben von Hans-Joachim Veen, Peter Eisenfeld, Hans M. Kloth u. a.. Dieses Lexikon bietet die bisher umfassendste Dokumentation aller oppositionellen Aktionen und Akteure von den Anfängen der DDR bis zu deren Ende 1990. Viele der Autoren gehörten selbst der Oppositionsbewegung an, und der renommierte Herausgeberkreis ist führend an der Aufarbeitung der SED-Diktatur beteiligt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2001
Keine "Unterdrückungsgeschichte", sondern im Gegenteil eine Geschichte der - nicht immer sichtbaren und meist nicht sehr effektiven - Opposition der DDR-Gesellschaft hat der Herausgeber erstellen wollen, meint Rainer Hoffmann und beschreibt auch sonst das Vorhaben der Autoren: eine "Breitenbilanz auf der Höhe der vorliegenden Erkenntnisse" zu ziehen, d.h. das gesamte Spektrum oppositionellen Verhaltens und oppositioneller Denkweisen einzufangen. Zu erfragen sind, so erfährt man noch, Biografien oder Schauplätze, Institutionen oder historische Daten, die mit der Oppositionsbewegung verknüpft sind, die laut Hoffmann eine Machtgeschichte der SED "ex negativo" schreiben. Ob es dem Herausgeber und seinen (ungenannt bleibenden) Autoren allerdings gelungen ist, auch in die Tiefe zu gehen, darüber verliert der Rezensent kein Wort.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2001
Einen gelungenen Gesamtüberblick über die Opposition in der DDR bietet dieses Lexikon, so der Rezensent Gunter Holzweissig in seiner kurzen Kritik. Nach Lektüre der 377 Stichwortartikeln mit "sorgfältig zusammengetragenen Biografien" fühlt er sich gut informiert und weiß, dass "nur eingefleischte Sozialismusverbesserer" unter den Oppositionellen sich heute "als Verlierer empfinden". Für den Rezensenten anscheinend beruhigende Ergebnisse, die auf eine hoffnungsvolle Zukunft blicken lassen.
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