Aus dem Amerikanischen von Birgitt Kollmann. Stanley Yelnats geht nichts ahnend unter einer Brücke durch, als ihm die riesigen, übel riechenden Turnschuhe eines berühmten Baseballspielers auf den Kopf fallen. Weil sein Vater gerade an einem bahnbrechenden Recycling-Verfahren für gebrauchte Turnschuhe arbeitet, hält Stanley die müffelnden Treter für ein Zeichen und nimmt sie mit. Pech, dass die Polizei schon nach dem Dieb sucht, der die Schuhe kurz vor der Auktion gestohlen hat, auf der sie für einen wohltätigen Zweck versteigert werden sollten. Der Jugendrichter glaubt Stanley kein Wort, aber er lässt ihm die Wahl: Jugendgefängnis oder 18 Monate Camp Green Lake. Stanley entscheidet sich für das Camp und stellt sich eine Art Ferienlager vor. Doch in Wirklichkeit ist es eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Typisch für Stanley: Was er macht, es ist verkehrt. Und so ist es immer und bei allen Yelnats, seit Stanleys Ururgroßvater wegen eines aus purer Schusseligkeit gebrochenen Versprechens von einer Alten verflucht wurde. Ausgerechnet im Camp Green Lake aber begegnet Stanley dem Ururenkel jener Alten ...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.10.2000
Konrad Heidkamp gerät angesichts dieses Jugendromans, in dem es von den unglaublichsten Zufällen nur so wimmelt, auf die sich der Leser dennoch "willenlos und begeistert" einlässt, ins Schwärmen. Schnörkellos und dabei amüsant sei die Sprache des amerikanischen Autors, der ständig auf falsche Fährten locke und nie zu viel verrate, lobt der Rezensent. Dabei erschaffe der Roman die "Poesie, die den Witz erst möglich macht" und löse alle komplizierten Knoten der Handlung mit leichter Hand. Nur dass das Buch auf so schlechtem Papier gedruckt wurde, erregt den Unmut des Rezensenten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2000
Völlig hingerissen schreibt Siggi Seuss über dieses Buch und findet es ganz und gar angemessen, dass Louis Sachar dafür die höchsten Jugendliteraturauszeichnungen in den USA bekommen hat. Geradezu ergriffen schwärmt er vom skurrilen Ideenreichtum des Bandes und mag von den phantastischen Episoden in Stanley Yelnats' Leben nicht ablassen, obwohl er zugibt selber eigentlich eher zur realistischen Fraktion zu gehören. Eindringlich schildere Sachar auch Stanleys Leben in einem texanischen Jugendstraflager, wo die Kinder offensichtlich ein Geheimnis herausfinden sollen. Glaubt man Siggi Seuss, dann könnte Harry Potter hier eine Konkurrenz erwachsen.
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