Der Inselpolizist Enrico Rizzi hat es auf Capri zumeist mit kleineren Delikten zu tun und daher genügend Zeit, seinem Vater in den Obst- und Gemüsegärten hoch über dem Golf von Neapel zu helfen. Bis mitten im August ein Toter in einem Ruderboot an den felsigen Strand getrieben wird: Jack Milani, Spross einer Industriellenfamilie und Student der Ozeanologie. Es ist der erste Mordfall für den jungen Rizzi, ein Fall, bei dem es neben der Aufklärung eines Verbrechens auch um die Zukunft der Weltmeere geht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.04.2020
Rezensent Lothar Müller findet, da geht noch was, wenn Luca Ventura einen Ermittler auf Capri auf einen Mordfall ansetzt. Was der unter Pseudonym firmierende Autor bzw. die Autorin an nostalgischen Klischees auffährt, der verrostete Cinquecento als Dienstwagen, die Verlusterfahrungen des Commissario, kann Müller verkraften, ebenso, dass Ventura die Camorra draußen lässt. Aber müssen wirklich Mord und Klimakrise im Text kollidieren? Und dass die Vorgeschichte der Tat nonchalant als Einschub abgehandelt wird, nimmt Müller Ventura übel.
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