Aus dem Italienischen und mit einem Nachwort von Martina Kempter. Alberto Savinio erzählt eine kurze Reise 1926 auf die Insel Capri und vermittelt dabei ein Bild von den verschiedenen Örtlichkeiten, diversen Sehenswürdigkeiten und dem touristischen Treiben ebenso wie von der weit in die Antike zurückreichenden Geschichte der "Ziegeninsel". Ein Text voll witziger Exkurse, Abschweifungen und phantasievoller Erfindungen und zugleich ein Glücksfall des "literarischen Spaziergangs" an einen der Sehnsuchtsorte des gebildeten Tourismus, der auch für heutige Besucher noch nachvollziehbar ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.05.2001
In einer kurzen Rezension äußert sich Fritz Göttler mit großer Sympathie über dieses Buch, etwa wenn er erwähnt, dass trotz der 75 Jahre, die seit Verfassen des Textes inzwischen vergangen sind, der Leser auch heute noch die Aprilwinde spürt, die Alberto Savinio damals "umwehten". Den Untertitel hält er allerdings für irreführend, vielmehr handelt es sich nach Göttlers Ansicht schlicht um eine Erzählung, auch wenn sie aus der Perspektive eines Touristen geschildert wird. Doch dieser Tourist ist gleichzeitig ein "moderner Heimatsucher - als odysseischer Weltenfahrer", für den Kunst und Bücher eine besondere Rolle spielen, und der den Rezensenten in seiner Art sogar an den "Geist von Shakespeare und Scott" denken lässt. Desweiteren bescheinigt Göttler dem Buch eine geradezu "heidnische Fröhlichkeit".
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