Marc Helsen bereist zwölf Regionen, vor deren Besuch jeder Reiseführer eindringlich warnt: die Elfenbeinküse, Nordkatanga im Kongo, den Norden Ugandas, Somalia, das an den Sudan grenzende Gebiet des Tschad, Haiti, Westkolumbien, Bergkarabach in Armenien, die russische Republik Inguschetien, das Bergland von Bangladesch und das Erdbebengebiet Pakistans. Zudem durchquerte er, wohl als einziger Ausländer, wochenlang das wilde, vom Krieg zerrissene, aber unvergesslich schöne Afghanistan. Er erkundete das Leben vor Ort und sprach mit den Leuten: mit Friseuren und Kneipenwirten ebenso wie mit Flüchtlingen, Opfern von Kriegsverbrechen, Soldaten und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen. Sein Sinn für Humor sorgt dafür, dass sich seine Reportagen nicht in einer endlosen Schilderung von Elend verliert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2007
Sehr interessiert hat Hans Gasser diese Reportagen aus den leidgeplagtesten Ländern der Welt von Marc Helsen gelesen. Meist unterwegs mit Mitgliedern der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" habe der Autor auch die abgelegensten Gegenden in Ländern wie Afghanistan, Bangladesch, Kongo und Tschad erkundet. Gasser hebt Helsens Staunen darüber hervor, selbst in den schlimmsten Gebieten Menschlichkeit, Freundlichkeit und Humor begegnet zu sein. Besonders aufschlussreich scheinen ihm die Passagen, in denen Helsen über die Aktivitäten von "Ärzte ohne Grenzen" berichtet. Dabei hat er eine Menge erfahren über die Bekämpfung von Malaria in Bangladesch und die Behandlung von Schizophreniekranken in Armenien. Erfreut haben ihn die geschilderten Lichtblicke, die sich zwischen den Schilderungen von Krieg und Armut finden. Auch wenn er den Autor nicht unbedingt für einen großartigen Stilisten mit subtiler Beobachtungsgabe hält, hat er das Buch mit Gewinn gelesen.
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