Mareike Krügel

Sieh mich an

Roman
Cover: Sieh mich an
Piper Verlag, München 2017
ISBN 9783492058551
Gebunden, 256 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.08.2017

Petra Pluwatsch beschreibt Mareike Krügels "Sieh mich an" in einer kurzen Rezension als mutiges Porträt einer Frau für die das Muttersein allein nicht die Erfüllung aller Träume war: Katharina ist Anfang vierzig, erzählt Pluwatsch aus dem Inhalt nach, als sie an einem Freitag einen Knoten in ihrer Brust entdeckt und nun Bilanz eines Lebens zieht, für das sie zugunsten ihrer Kinder eine Karriere als Musikerin aufgegeben hat, was sie nun mehr und mehr zu bereuen scheint. Mareike Krügel, so die enthusiastische Rezensentin, bricht ein noch immer herrschendes Tabu auf und lässt eine Frau sprechen, die das Kinderkriegen "so weit von ihren Jugendträumen entfernt hat, wie die Erde vom Mond".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2017

Rezensent Andreas Platthaus hat Mareike Krügels neuen Roman gelesen und schon wieder vergessen. Immerhin kann er uns so viel berichten: Die Neugier auf das lang erwartete neue Buch der durchaus beliebten Autorin wird enttäuscht. Erstens durch eine eher konventionelle Form (Ich-Perspektive, Präsens, Einheit von Ort und Zeit), zweitens durch einen eher alltäglichen Inhalt: Frau im Chaos des Familiendaseins. Was der Text an Aufregung doch noch hervorbringen könnte, verhindert die Autorin laut Platthaus mit zu viel Pathos, "Gewitzel und Gewimmel", vor allem aber durch fehlende soziologische und psychologische Genauigkeit und Mangel an origineller Perspektive.
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