Was ein nettes Abendessen unter Freunden werden sollte, entwickelt sich für den Ich-Erzähler und bekennenden Raucher bald zu einem Horrortrip. Der Gastgeber, einstmals ebenfalls Raucher, duldet keinen Zigarettenrauch in seiner Wohnung. Also geht "der letzte Raucher" raus auf den Balkon. Da ist er auch, als sich die fröhliche Runde spontan aufmacht in die nächste Kneipe. Ausgesperrt steht er in der Kälte, raucht und denkt nach über den Sinn des Lebens im Allgemeinen und darüber, was es heißt, als Raucher einer bedrohten Art anzugehören. Launig und humorvoll schildert Mark Kuntz die magischen Momente im Leben eines Rauchers. Wie es ist, die erste Zigarette zu rauchen, was es mit der Zigarette nach dem Sex auf sich hat und wie man in einer Gesellschaft, die keine Raucher mehr mag, die letzten Refugien findet.
Mit einigem Genuss hat Rezensentin Eugenie Bott diesen "hübschen Abgesang" auf eine "aussterbende Spezies" gelesen. Dankbar hat sie auch zur Kenntnis genommen, das hier keine Bekehrung zu politischer, sozialer oder medizinischer Korrektheit in Sachen Rauchen zu befürchten sei. Autor Mark Kuntz hat, wie sie wissen lässt, in seinem Buch noch einmal Szenen aus seinem Raucherleben Revue passieren lassen und rufe außerdem Zeiten ins Gedächtnis zurück, als das Rauchen noch als Quell von Freiheit und Kreativität gegolten hat. Auch las sie das Buch als Elegie auf eine "versinkende Epoche" mit "verqualmten Clubs" und Rauchersalons, fasste es als Rebellion gegen "all die scheinbar Sündelosen" auf, die heute das Rauchen überall verbieten wollten.
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