Matthias Heine

Der große Sprachumbau

Eine gesellschaftspolitische Katastrophe
Cover: Der große Sprachumbau
Langen-Müller / Herbig, München 2025
ISBN 9783784437309
Kartoniert, 240 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Die deutsche Sprache ist in nie gekanntem Maße zum politischen Kampfplatz geworden. Es geht längst nicht mehr um einzelne Wörter, es geht um die gesamte Struktur des Deutschen, die Aktivisten umbauen wollen, um so die Gesellschaft in ihrem Sinne zu verändern. Die Angreifer treten wie gewohnt im Namen des Fortschritts auf - speziell eine Linke, deren Unbehagen an der deutschen Sprache, an allem Deutschen, bis zum Hass reicht. Der Journalist und Linguist Matthias Heine benennt die Akteure und beschreibt die Methoden und Motive der Sprach- und Weltveränderer. Und er legt die Verbindungen zu einer "deutschen" Linken offen, die sich als "Internationale der Diskriminierten" neu zu erfinden sucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2025

Rezensent Jörg Thomann nimmt sich das Buch des Welt-Redakteurs und leidenschaftlichen Sprachkritikers Matthias Heine vor und entdeckt tatsächlich einige Schreibfehler. Lässlich allerdings gegen Thomanns Kritik angesichts eines überholten Adressaten ("linke, grüne und kapitalistische Fortschrittshysteriker") und einiger "Phantomworte" ("Tochterin") gegen die der Autor genauso Sturm läuft wie gegen das Gendern. Für Thomann in Teilen ein Kampf gegen Windmühlen, auch wenn ihm Heines polemische Schärfe zu gefallen scheint. Die Seitenhiebe gegen Transfrauen hätte der Autor sich sparen können, findet der Rezensent.

Buch in der Debatte

9punkt 02.07.2025
Gendern "ist zur Sprache der Macht geworden", meint Matthias Heine im NZZ-Interview zu seinem Buch "Der große Sprachumbau". Von unten komme da gar nichts: "Der gegenwärtige Sprachumbau geht von kleinen Interessengruppen aus, welche die Gesellschaft über die Sprache formen wollen. Es ist ein internationales Phänomen: Nach dem Fall der Mauer und mit dem Bedeutungsverlust der Arbeiterklasse hat sich ein Teil der Linken neu erfunden, als Internationale der Diskriminierten. Sie war damit sehr erfolgreich, weil dieses Diskriminiertsein nicht objektiv messbar ist. Selbst ein Milliardärssohn, der sich als Frau fühlt, kann sich als Opfer inszenieren, wenn man ihn mit den falschen Pronomen anspricht." Unser Resümee

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