Megan Abbott

Das Ende der Unschuld

Roman
Cover: Das Ende der Unschuld
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2012
ISBN 9783462043907
Gebunden, 288 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Isabel Bogdan. Die dreizehnjährige Lizzie und ihre Freundin Evie sind unzertrennlich. Nachbarmädchen, die Badeanzüge und Hockeyschläger tauschen, zusammen zur Schule gehen und scheinbar keine Geheimnisse voreinander haben. Doch eines Nachmittags ist Evie verschwunden. Einziger Anhaltspunkt: ein rotbrauner Wagen, den Lizzie morgens durch den Ort hat fahren sehen. Auf einmal steht Lizzie im Zentrum der Aufmerksamkeit: War Evie unglücklich? Hatte sie Sorgen? Hatte sie Lizzie von einem möglichen Verfolger erzählt? Würde sie zu einem Fremden ins Auto steigen? Lizzie versucht sich an Details zu erinnern und beginnt nachzuforschen. Um ihre Freundin zu finden, aber auch weil sie die Nähe von Evies zutiefst erschüttertem Vater sucht, für den sie heimlich schwärmt. Auf nächtlichen Streifzügen durch die Kleinstadt macht Lizzie seltsame Entdeckungen. Schritt für Schritt kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und muss sich fragen, wie gut sie ihre beste Freundin überhaupt kannte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.07.2012

Diesem mitreißenden Kriminalroman von Megan Abbott um eine verschwundene Dreizehnjährige, deren beste Freundin sich hinter dem Rücken der Polizei an die Aufklärung ihres Verschwindens macht, kann sich Cornelia Fiedler beim besten Willen nicht entziehen. Die Rezensentin findet es sehr beeindruckend, wie konsequent die amerikanische Autorin die Perspektive der jugendlichen Mädchen einsetzt und hinter den schwärmerischen Mädchenfantasien dennoch die gesellschaftlichen Realitäten sichtbar macht, die das wahrscheinliche Verbrechen ermöglicht haben.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.06.2012

Viele Coming-of-age-Romane haben für Franziska Seyboldt etwas peinliches. Nicht so Megan Abbotts Roman "Das Ende der Unschuld", der von der ersten Liebe 13-jährige Lizzie, von Freundschaft, dem Erwachen der Sexualität und von Geheimnissen und Tabus erzählt. Und das zu Seyboldts Freude ganz ohne "peinliche Untertöne". Sie lobt insbesondere die gekonnten Andeutungen, mit denen die Autorin arbeitet, und die stimmige Atmosphäre. Das Verschwinden von Lizzies Freundin Evie, die womöglich Opfer eines Pädophilen geworden ist, die Verdächtigung eines Nachbars, Lizzies eigene Schwärmeri für Evies Vaters läuft für die Rezensentin schließlich auf ein "hochspannendes und beklemmendes Finale" hinaus.

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