Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder - und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2016
Rose-Maria Gropp ist zunächst angetan von Melanie Raabes Thriller, von der Atmosphäre in Hamburgs Elbchaussee über den spannungsreichen Plot eines verschwundenen, dann als Fremder wieder auftauchenden Ehemannes bis zur trickreichen Inszenierung paralleler Geschehnisse und dem Hinweis auf dunkle Ecken in der Erinnerung der Protagonistin - alles perfekt, meint Gropp, auch wenn sie als geübte Leserin schnell ahnt wie der Hase läuft. Leider fällt das Ende qualitativ dramatisch ab, findet Gropp. All das aufwendige, ausholende Erzählen und Fährtenlegen, das die Lesererwartung steigert, und dann ein derart versöhnlicher Schluss? Da fühlt sich die Rezensentin doch ein wenig veräppelt.
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