Den "Picasso of song" nannte Leonard Cohen Bob Dylan einmal. Naturgemäß ranken sich um diese vielleicht einflussreichste Persönlichkeit der Rock- und Popgeschichte jede Menge an Geschichten und Anekdoten. Alphabetisch geordnet erzählt Michael Endepols kurzweilig von dieser schillernden Figur, etwa unter der Überschrift "Boxen" (Dylan war Zeit seines Lebens begeisterter Fan dieses Sports), "Johnny Cash", die "John Birch Society" (über Dylans Verhältnis zu Kommunistenjägern), den "Papst", "Charlie Chaplin" und das Trampwesen, die "DDR" oder "Victoria's Secret" (Dylan spielte in einem Werbetrailer der Unterwäschefirma mit).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2011
Die lexikalische Strenge und Informationsdichte des kleinen Buches von Michael Endepols hat es Edo Reents angetan. Die versammelten Namen- und Begriffserläuterungen ergeben für Reents, auf Bob Dylan bezogen ganz neue Einsichten. Zum Beispiel erscheinen ihm Johnny Cash oder Neil Young auf einmal als Dylans geheime Brüder im Geiste, das Newport Folk Festival als schnarchlangweilige Veranstaltung - bis Bob kam. Angesichts der mannigfachen Versuche, Dylan zu mythisieren, ein angenehm sachlicher Band, findet Reents.
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