Mit Illustrationen von Hanna Zeckau. Michael Köhlmeiers heißgeliebte Sammlung umfasst 37 Gitarren, jede hat ihre Geschichte und zu jeder hat er eine besondere Beziehung: Da sind die Kult-E-Gitarren wie die Fender Stratocaster von 1968, aber auch die beiden Gibsons, die amerikanische Martin-Tenorgitarre u.v.m. Doch Köhlmeier sammelt nicht nur, er spielt auch leidenschaftlich selbst: zu Hause täglich, und oft auf der Bühne in unterschiedlichen Formationen. In diesem sehr persönlichen Buch erzählt er von seinen Gitarren, von bewunderten Instrumentenbauern und vom Gefühl der Macht, das ihm die erste Begegnung mit Verstärker und E-Gitarre verliehen hat. Und er verrät uns, wie nach einer Verletzung an der Griffhand Django Reinhardt sein Vorbild wurde - der Meister, der "mit zwei verkrüppelten Fingern der Beste von allen" war.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2025
In seinem Essay aus der Reihe 'Dinge des Lebens' des Residenz Verlags widmet sich Michael Köhlmeier seiner lebenslangen Leidenschaft für Gitarren, notiert Rezensent Kai Spanke. Köhlmeier verknüpft dabei Anekdoten mit Betrachtungen über Ästhetik und Sammelwahn. Köhlmeier erzählt von den Anfängen seiner Gitarrensammlung, die sich dann unaufhaltsam vergrößerte, (er bezeichnet das Phänomen treffend als 'GAS' (Gear Acquisition Syndrome)) und schildert seine Vorliebe für deutsche Jazzgitarren, lesen wir. Der Text lebt, so der Kritiker, von einem intimen, humorvollen Ton. Zum Beispiel die Geschichte, in der Köhlmeiers Frau Monika Helfer Köhlmeier zum Kauf einer teuren Gitarre ermuntert: 'Kauf sie, schenk sie mir, ich schenk sie dir.' Ein Essay für Musikliebhaber - nostalgisch, lehrreich und schön wie ein Beatles-Song, frohlockt der Kritiker.
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