Miguel Benasayag, Gerard Schmit

Die verweigerte Zukunft

Nicht die Kinder sind krank, sondern die Geselschaft, die sie in Therapie schickt.
Cover: Die verweigerte Zukunft
Antje Kunstmann Verlag, München 2007
ISBN 9783888974922
Gebunden, 159 Seiten, 17,40 EUR

Klappentext

Zu Tausenden suchen Schulkinder und Jugendliche, Eltern, Lehrer und Betreuer therapeutischen Rat im Umgang mit Lernschwächen und Schlafstörungen, Gewalt und Autoritätskrisen. Effiziente, rasche Hilfe ist angesagt. Doch was heißt das heute, einem Kind wirklich helfen? Diese Frage auf eine neue Grundlage zu stellen, ist das Ziel des international renommierten Kindertherapeuten Benasayag. Sind unsere Kinder in einer Krise oder nicht eher unsere Gesellschaft? Wie kann Erziehung gelingen, Lust auf Lernen, auf Bildung entstehen, wenn die Zukunft nicht mehr als etwas Positives, als Verheißung gedacht wird, sondern als eine Gefahr, gegen die man sich frühzeitig wappnen muss? Back to the roots: Wer Kindern helfen will, muss sich unbequeme Fragen stellen, auch als Therapeut.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.02.2008

Unbedingt empfehlenswert findet Rezensent Dorion Weickmann dieses Buch von zwei französischen Psychiatern über das Gewaltproblem bei heutigen Jugendlichen. Zwar halte es keine Rezepte bereit, stelle aber die richtigen Fragen. Auch die Befunde zur Gesellschaft und ihrer Mitverantwortung überzeugen den Rezensenten bis an den Rand der Bestürzung über die geschilderten, von Autoritätsverlust bis zur Bindungslosigkeit reichenden Verhältnisse. Das Autorenduo beeindruckt bei aller Gesellschaftsanalyse den Rezensenten aber auch mit großem Respekt vor dem Einzelschicksal und seinem Recht auf Abweichung.
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