Illustrationen von Karsten Teich. Tak-o-tanha, einsam und allein, das ist die fünfjährige Ayda, die mit ihren aus dem Iran stammenden Eltern in Deutschland lebt. Lisa und Paul, ihre Kindergartenfreunde, haben sie zwar schon gern, aber sie nehmen Ayda nie mit, wenn sie mit ihren Rädern unterwegs sind. Dabei kann Ayda schon ohne Stützen Fahrrad fahren. Und sie spielt auch schon längst nicht mehr mit Bauklötzchen, wie das die richtigen Knirpse tun. Also geht Ayda eines Tages allein los - und trifft auf eine ganz grosse und ein winzig kleine Gestalt: Bär und Hase. Schon bald werden die drei die besten Freunde. Ayda geht mit den beiden in den Zirkus, auch in den Kindergarten, sogar auf Urlaub fahren Bär und Hase mit Ayda und ihrer Familie. Immer wieder sind die drei jedoch mit Vorurteilen konfrontiert: Kinder wie auch Erwachsene fürchten sich vor dem Bären, und kaum jemand nimmt den kleinen Hasen ernst. Die beiden Tierkinder helfen Ayda ihre Einsamkeit zu überwinden und dabei, sich im Leben zu behaupten. Und Ayda kann ihren neuen Freunden die Angst nehmen, die sie vor der Welt der Menschen haben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2006
Angelika Overath scheint recht angetan von diesem ersten Kinderroman des Schriftsteller Navid Kermani, der gleichzeitig promovierter Islamwissenschaftler ist. Es geht um die in Köln zweisprachig aufwachsende 5-jährige Ayda, die sich im Laufe der Geschichte mit ein paar Tierkindern anfreundet. Sie findet, dass hier "im Kleinen die großen Themen des Autors anklingen". Trotzdem des damit einher gehenden Anspruchs - immerhin werden große Themen wie "Toleranz" abgehandelt - ist das Buch nach Einschätzung des Autoren mit ausreichend Herzblut geschrieben: "In liebevollen Szenen dekliniert das Buch Kindernot und Kinderglück."
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