"Gelungen" ist der Versuch Beate Kirchhofs, den Büchner-Klassiker "Leonce und Lena" so zu erzählen, dass er auch Kindern gefällt, befindet Iris Radisch. Zum Wohle der Kleinen fallen die "schwarzen Grübeleien" über die einzige romantische Liebe etwas "sanftmütiglicher" aus. In einem Wald treffen Leonce und Lena zufällig aufeinander, lächeln sich an, von sanftem Mondlicht beschienen, es singen die Vögel. Erleichtert registriert die Rezensentin, dass Beate Kirchhof trotz Rücksicht auf das zarte Alter ihrer Leserschaft das schöne Werk nicht "ganz entbüchnert" hat, wie sich bei der Schilderung der Prinzessin zeigt, die schon weiß, dass es Menschen gibt, die unglücklich sind, einfach weil sie existieren. Eine Weisheit, die "Kindern zuzumuten ist" wie übrigens das "ganze herrliche Buch", urteilt die Rezensentin. Schön der Stil in "nachdenklich-nächtlichen Farbtönen", gelungen "fantasievoll" die Illustrationen von Katja Bandlow. "Hinreißend" eben.
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