Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Seit dem Urknall haben sich Galaxien, Sonnensysteme und Planeten gebildet und im Laufe der Äonen entwickelte sich das Leben auf der Erde. Angesichts dessen könnten wir Menschen uns unbedeutend vorkommen doch tief in uns verborgen liegt das große Wunder des Lebens: Das Universum ist in uns! Der weltbekannte Paläontologe Neil Shubin geht in seinem neuen Buch den Rätseln unseres Lebens nach: Er erzählt von der Zusammensetzung der Moleküle, findet eine Erklärung dafür, weshalb wir einen Regenbogen sehen können und zeigt, wie das Universum unseren Schlafrhythmus und die Geschwindigkeit beeinflusst, mit der sich unsere Zellen teilen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2014
Endlich ist Neil Shubins Buch "Das Universum in dir" auch auf Deutsch erhältlich, freut sich Rezensent Gottfried Schatz, der das Werk als "Abenteuer" der wissenschaftlichen Forschung erlebt. Gebannt liest er die zwanzig Kapitel, in denen der Professor für Paläontologie die Entstehung des Universums, die Entwicklung der Erde und die Zukunft der Menschen beschreibt. Einleuchtend, frisch, anschaulich und bisweilen durch poetische Vergleiche untermalt bringe Shubin dem Leser seine Erkenntnisse unmittelbar nahe, lobt der Rezensent, der hier etwa lernt, wie die chemische Zusammensetzung und Größe unseres Körpers, die Farbwahrnehmung unserer Augen und die kulturelle Entwicklung durch kosmische Ereignisse bestimmt werden, die sich vor Milliarden Jahren ereigneten. Auch Ergreifendes, etwa Shubins Gedanken zu alten Grabsteinen, liest der Kritiker hier. Umso bedauerlicher findet er es, dass sich sowohl beim Autor, als auch beim Übersetzer nicht wenige Falschinformationen einschleichen, die in künftigen Auflagen bitte ausgebessert werden. Denn nicht zuletzt dank des hervorragenden Literaturverzeichnisses kann Schatz dieses Buch ansonsten als literarisch gelungenes, lehrreiches und humorvolles Wissenschaftswerk empfehlen.
Rezensent Matthias Glaubrecht ist hin und weg! Wie "mit einer Rakete" lässt ihn der Geologe Neil Shubin mit seinem Buch "Das Universum in dir" durch die Erdgeschichte rasen - vom Urknall zur Entstehung des Lebens, Mondphasen und Plattentektonik. Andere mögen dazu schwer theoretische Bücher schreiben. Shubin, der sich laut Rezensent die Neugier und Begeisterungsfähigkeit eines Kindes bewahrt hat, beschreibt seine Themen so "rasant wie elegant" und klüger ist der Rezensent danach offenbar auch noch. "Was für ein schönes Buch", ruft er.
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