In seinem Buch enthüllt Norman Lebrecht die faszinierende Geschichte vom Aufstieg und Fall der Klassik-Tonträgerindustrie. Mit einer Fülle von Begebenheiten über die Macher im Geschäft und unvergessliche Künstler wie Schnabel, Toscanini, Callas, Rattle und die Drei Tenören verschafft Lebrecht seinem Leser tiefen Einblick in die Branche: Er schildert, wie Plattenfirmen Stars gemacht und gebrochen haben, wie ein Profiteur des NS-Systems zusammen mit einer KZ-Überlebenden ein Plattenimperium aufbaute, wie fortschreitende Technologien, Machtkämpfe in Chefetagen, ein leichtgläubiges Publikum und skrupellose Ausbeutung die Musikkultur unseres modernen Lebens bestimmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.07.2007
Einige interessante Aspekte hat Rezensent Hans-Jürgen Linke diesem Buch entnommen, in dem Norman Lebrecht dem Niedergang der Klassikindustrie nachgeht. Innerhalb kürzester Zeit sei dieser einträgliche "kulturtragende Industriezweig" zu einem mageren Ästlein verdorrt, und Lebrecht schildert dies anhand einer "Abfolge von Schlüsselfiguren", wie der Rezensent darstellt: Nach den "Genies der Gründerzeit" kamen die immer noch engagierten Produzenten, irgendwann die Betriebswirte und schließlich die "Verweser". In den Augen des Rezensenten kann Lebrecht dies aber nicht wirklich strukturell erklären, auch nicht mit seinem Hinweis darauf, dass sich die Klassikindustrie immer zu stark darauf verlassen habe, durch "nachholende" Entwicklungen ihre gewinne zu erzielen (die Platten mussten auf CDs gepresst werden). Im zweiten teil rutscht das Buch nach Meinung des Rezensenten völlig ab, hier wird es ihm mit der persönlichen Hitparade des Autor zu "geschmäcklerisch".
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