Aus dem Französischen von Regine Schmidt und Sabine Grebing. Über alle Kontinente hinweg bietet der Atlas der unheimlichen Orte eine beispiellose Bestandsaufnahme der unwirtlichsten Gegenden unserer Erde. Vom Kasanka-Nationalpark in Sambia, der von Flughundinvasionen gebeutelt wird, über den Leuchtturm der Verschollenen von Eilean Mòr auf den schottischen Flannan Isles bis zum Wald der Lebensmüden, dem japanischen Aokigahara - jeder der 40 Orte wartet mit einer ebenso bewegten wie bewegenden Geschichte auf.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2016
Mit nicht immer nur wohligem Schaudern reist Rezensent Philipp Bovermann in Olivier Le Carrers "Atlas der unheimlichen Orte" an vierzig verwunschene Plätze der Erde, die häufig doch eher an die Hölle erinnern. Gebannt folgt der Kritiker dem Autor etwa zur Kap-York-Halbinsel, deren weiße Sandstrände und Villengegenden plötzlich von einem "verfluchten" Acker unterbrochen werden, wo Menschen von Salzwasserkrokodilen, Tigerhaien und giftigen Schlangen vertrieben wurden. Ähnlich unheimlich erscheint dem Rezensenten die vergiftete Lagunge auf der Malediven-Insel Thilafushi, in die Schwermetalle und Batteriesäuren geradezu blutähnlich hineinsickern. Ein faszinierendes Buch, urteilt Bovermann, dem auch Sibylle Le Carrers grafische Illustrationen gefallen.
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