Gelesen von Christian Brückner. Dauer 1 Stunde 21 Minuten Seit Generationen schon spukt es auf Schloss Canterville, doch das hält den amerikanischen Gesandten Hiram B. Otis nicht davon ab, das alte Gemäuer zu erwerben und mitsamt seiner Familie dort einzuziehen. Als moderne, aufgeklärte Amerikaner schenken sie diesen britischen Gespenstergeschichten schließlich keinen Glauben. Und so brechen harte Zeiten für den alten Schlossgeist an, der eine solche Respektlosigkeit in all den Jahrhunderten noch nicht erlebt hat. Die Musiker Martin Auer und Rüdiger Ruppert haben für die Deutsche Oper Berlin ein eindrucksvolles Erzählkonzert geschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2024
Die Hörbuchversion ist in jeglicher Hinsicht ein Genuss für Rezensent Jan Brachmann. Christian Brückner weiß nicht nur den Ton eines Kammerdieners anzunehmen, sondern auch eine "Mischung aus ebenso aufrichtiger wie langerprobter Angst und zugleich leiser Verschlagenheit" in die Stimme der Haushälterin Mrs. Umney zu mischen, wenn diese der Familie Otis vom rätselhaften Blutfleck in der Bibliothek berichtet. Brückner beherrscht alle Nuancen und meistert Oscar Wildes komischen, aber auch "brillant-traurigen" Text mit vollendeter "Noblesse", schwärmt Brachmann. Auch der musikalischen Untermalung durch das "Wilde Jazz-Orchester" kann der Kritiker einiges abgewinnen - zur Vollendung hätte er sich noch ein paar zeitgenössische Melodien wie Walzer und Foxtrotts gewünscht, aber auch so ist das ein Vergnügen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
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