Gevatter Bär ist so blau wie eine Kornblume, als er zum Försterball im "Krug zum zwölften Ende" stapft. Er hat sich hervorragend verkleidet mit Gamsbarthut, Stiefeln und Försterwams. Kein Förster merkt, daß Meister Petz höchstpersönlich unter der grünen Kluft steckt. Dennoch wird es ein aufregender Abend für den Bären.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 16.11.2006
Erst einmal skeptisch begutachtet Hans Ten Doornkaat das Unterfangen des Kein & Aber Verlags, den klassen- und grenzenübergreifenden Kinderbuchklassiker aus dem Osten mit neuen Illustrationen zu versehen. Schließlich sei das 1972 auch im Westen erschienene Buch nicht zuletzt deshalb zum "Platzhirsch" geworden, weil der begabte Zeichner Walter Schmögner als "Fabulierer zwischen den Stühlen" dem ebenso begabten Peter Hacks, als "Dichter zwischen den Stühlen", am Zeichenpult zur Seite gestanden habe. Beide Fertigkeiten zusammen genommen, hätten eine "Bären-Köpenickiade" ergeben, die es jedem Kind erlaubt habe, die Posse vom Bär auf dem Försterball als Maskerade spielerisch zu durchschauen. Schließlich gesteht er dem Neuansatz von Peter Gut aber doch seine Berechtigung zu: dieser habe "etwas Neues geschaffen: ein Bilderbuch, das unübersehbar auch Erwachsenen zuzwinkert", weil es die satirischen Seiten der Fabel hervorkehre und auf diese Weise Unterhaltung und Kritik kombiniere. Dies sei im Text von Peter Hacks auch durchaus mit angelegt, so der versöhnlich gestimmte Rezensent.
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