Aus dem Amerikanischen von Eva Riekert. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter hat sich für den 16-jährigen Josh alles verändert. Er muss seine Heimatstadt Boston verlassen, um künftig bei seiner Tante in Dallas zu leben. Aber bevor dieser neue Lebensabschnitt beginnt, will sich Josh noch mal für einige Zeit ausklinken. Josh begibt sich auf eine Tramptour. Der Trip verläuft jedoch ganz anders als geplant: Josh wird zusammen-geschlagen, ausgeraubt und im totalen Nichts ausgesetzt. Eine alte Frau mit einem Pferdekarren nimmt ihn schließlich mit ? an einen Ort, wie Josh ihn noch nie gesehen hat. Die Menschen leben in einfachsten Verhältnissen und der industrielle und technische Fortschritt scheint an Canara ? dem Ort, der auf keiner Landkarte verzeichnet ist, ? spurlos vorüber gegangen zu sein. Und was für Josh zunächst eine Stätte der Erholung und der Ruhe ist, empfindet er zunehmend als fremd und sehr unheimlich...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2001
Hilde Elisabeth Menzel hat dieser Roman offenbar ungemein gefesselt, was besonders an der Suggestionskraft der Autorin und ihrer "spannungsreichen Sprache" liegt. Die Rezensentin zeigt sich sehr beeindruckt davon, wie Reynolds Naylor dieses zunächst erholsam erscheinende Dorf in den Augen Joshs zu einem mysteriösen Gefängnis wandelt, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Das Happy-End erscheint Menzel zwar ein wenig "melodramatisch", doch insgesamt lobt sie die Mischung aus Historie, Psychologie und "magischen Momenten". Ein "faszinierende Roman", so lautet ihre Fazit.
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