Strukturgeschichte versus Kulturgeschichte, Fakten und Fiktionen: um diese Pole hat sich eine Debatte entzündet, welche die Grundlagen historischer Erkenntnis erneut ins Wanken gebracht hat. Exponierte Vertreter der Zunft nehmen Stellung zu den Fragen: Befindet sich das Forschungsparadigma der Geschichtswissenschaften wieder einmal in einer Krise, und wie ließe sie sich überwinden? Mit Beiträgen von Lorraine Daston, Egon Flaig, Anthony Grafton, Rebekka Habermas, Heinz Dieter Kittsteiner, Otto Gerhard Oexle, Wolfgang Sonne, Hans-Ulrich Wehler, Michael Werner und Hayden White.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2000
Ist die Wahrheit noch eine Kategorie der Geschichtsschreibung? Der Rezensent mit dem Kürzel "uha" weist darauf hin, dass Bücher von Roger Chartier ("Au bord de la falaise - L`histoire entre certitudes et inquiétudes", 1998), Richard J. Evans in Großbritannien ("Fakten und Fiktionen - über die Grundlagen historischer Erkenntnis", englisch 1997) und Hans-Ulrich Wehler in Deutschland ("Die Herausforderung der Kulturgeschichte", 1998) die Grundlagen für die vorliegenden Essays über den Stand und zur Kritik der heutigen Geschichtswissenschaft bilden. Dabei kritisiert der Rezensent die etwas "triviale" und "fahrlässig sexualisierte" Einleitung. Trotzdem: die Beiträge seien "anregend", und nicht zuletzt - überschaubar lang.
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