Seit 25 Jahren durchwandert der bekannte Schriftsteller und Menschenrechtsanwalt Raja Shehadeh seine Heimat Palästina. Er tut dies allein oder mit Freunden, zu allen Jahreszeiten, immer dann, wenn er Zeit hat und Ruhe finden will. Doch die Landschaft, die Shehadeh durchstreift, verschwindet mehr und mehr. In literarisch anspruchsvoller Sprache beschreibt der heute 57-Jährige den Zusammenhang von einer immer repressiver werdenden politischen Atmosphäre mit den sichtbaren Veränderungen in den Bergen und auf den Feldern Palästinas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2008
Durchaus parteiisch sind die "Wanderungen" des palästinensischen Autors Raja Shehadeh durch das Hügelland von Ramallah, meint Hans Gasser, und daraus mache der Autor, der auch als Anwalt gegen die israelische Siedlungspolitik kämpft, selbst keinen Hehl. Nichtsdestoweniger gelingen ihm dabei auch poetische Betrachtungen der kargen Landschaft seiner Heimatregion, befindet der Rezensent. Es überwiege jedoch die politische Thematik. Anhand von historischen Exkursen und einzelnen Fallgeschichten beschreibt er die Aneignung der vormals weitgehend "unberührten" Landschaft durch israelische Siedler und seinen juristischen Kampf dagegen. Die unterschiedlichen Positionen der beiden Seiten erscheinen dabei als kaum auflösbar.
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