Mit 50 SW-Abbildungen. Glanz, Luxus und internationales Flair, Urlaub, Freiheit und Unbeschwertheit - das Hotel ist Sehnsuchtsort, Ort des Rückzugs, aber auch Raum künstlerischen Schaffens und nicht zuletzt Schauplatz der Literatur. Ralf Nestmeyer begibt sich in diesem Buch auf die Spur des Phänomens Hotel: Er zeigt seine Entwicklung von den frühen Pilgerherbergen über das klassische Grand Hotel bis hin zu den Traumpalästen in Las Vegas und schildert den 'Luxus durch Technik', die immer prunkvoller werdende Ausstattung, vom Aufzug bis zum Pool auf dem Dach. Er charakterisiert das Personal und seine Rollen, vom Liftboy bis zum Direktor, porträtiert die Hotelier-Legende César Ritz und widmet sich schließlich denen, für die der ganze Aufwand betrieben wird: den Gästen - den Zuflucht suchenden Autoren, den Hochstaplern und Dieben, den Stammgästen mit ihren Marotten, und denen, die niemals mehr auschecken.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.10.2015
Rezensent Hans-Albrecht Koch ist sehr zufrieden mit dieser "anschaulichen" Geschichte des Hotelwesens, die sich nicht allein auf Europa beschränkt. Komfortabel war es für Reisende eigentlich nur im Römischen Reich und ab dem Ende des 19. Jahrhunderts als die ersten Luxushotels entstanden, lernt er. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit musste man sich dagegen mit schlechten Straßen und unbequemen Unterkünften begnügen. Das langsame Aufkommen des Tourismus sorgte dann für die ersten Grand Hotels. Ein besonderes Kapitel scheint Schriftstellern gewidmet, die immer schon eine große Affinität zu Hotels hatten, erklärt der Rezensent mit Verweis von Thomas Mann, Vicky Baum oder Joseph Roth. Am Ende ist Koch so interessiert, dass er sich das Buch gern noch länger gewünscht hätte - vielleicht noch mit einem Kapital zur wirtschaflichen Seite des Hotelbetriebs. Vielleicht in der 2. Auflage?
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