Asfa-Wossen Asserate, Susanne Weingarten, Tomas Niederberghaus und andere erzählen davon, warum Hotels keineswegs nur Übernachtungsstätte, sondern eine besondere Lebensform sind - mit ganz besonderen Gästen. Tomas Niederberghaus, Reiseredakteur der "Zeit", war zeitlebens vom Leben in Hotels fasziniert - und von den Menschen, die diese Lebensform gewählt haben. Sein mit Fotos des Fotografen Olaf Fippinger reich illustrierter Band durchläuft von den frühen Morgenstunden bis zum späten Abend vierundzwanzig Stunden im Hotel - und durchleuchtet alle Facetten des Lebens. So stehen neben Besuchen bei Udo Lindenberg und einem historischen Ausflug zu Nabokov (die beide ausschließlich in Hotels wohnen bzw. wohnten) Asfa-Wossen Asserates Beobachtungen über gute und schlechte Manieren von Hotelangestellten und Gästen im Nobelhotel Ritz. Der Versuch, die Hotelerbin Paris Hilton zu treffen, mündet in ein ausgelassenes Hunderennen quer durch das Hilton Paris. Robert Wilsons Privatsekretär erzählt von der Einsamkeit des Hotellebens, und der Concierge Fausto Allegri von den verrückten Wünschen der Gäste (einmal musste er sogar rote Rosen vom Himmel regnen lassen).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Die Autoren dieses Bandes schreiben über Menschen in Hotels. Das können Dauerbewohner von heute und einst sein, wie Udo Lindenberg oder Vladimir Nabokov. Oder Bedienstete, die den Dreck wegmachen und immer ein paar Mal klopfen, um beim Sex nicht zu stören. Oder als Begleiter von Prominenten unterwegs sind wie Christoph Schletz, der dem Regisseur Robert Wilson alle Arbeit abnimmt, aber selber in billigen Absteigen unterkommen muss. Oder Leute wie Sir Rocco Forte, der gleich zwölf Grandhotels betreibt. Das ist alles interessant, findet Peter Lückemeier, jedenfalls für die Länge eines Zeitungsartikels - und genau dieses Format haben die Texte auch, die in der Mehrzahl vom Herausgeber selbst stammen. Der wird gelobt als einer, der "gut, flott und informativ" schreibt. Dann ist das Buch auch noch "auf schönem Papier" gedruckt. Die Lektüre hat dem Rezensenten "Spaß" gemacht.
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